Dampferzeugung

Haben die Abgase höhere Temperaturen, kann man sinnvoll Dampf produzieren. Der Dampf kann aufgrund seiner hohen Temperatur vielfältig für Beheizungsprozesse genutzt werden.

Beispiel Dampferzeugung: KWK Anlage bei Euroglass in Osterweddingen

  • Abgas: 100.000 Nm³/h, 550 °C
  • Dampf: 16,2 t/h, 42 bar, 425 °C
  • Stromerzeugung: 3,1 MW

Warum enthält Dampf so viel Energie?

Um herauszufinden wie viel Energie in Dampf steckt, können Sie ein kurzes Experiment durchführen: Sie nehmen einen mit 2 Litern Wasser gefüllten Kochtopf und setzen diesen auf eine Herdplatte. Nun wird die Herdplatte auf die höchste Heizstufe gestellt. Nach ein paar Minuten hat sich das Wasser von ca. 10°C auf 100°C erwärm und fängt an zu verdampfen. Warten Sie nun so lange, bis das ganze Wasser verdampft ist. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Sie länger als eine halbe Stunde warten müssen.

Die bei der Verdampfung benötigte Energie ist wesentlich höher, als die zum Erwärmen benötigte Energie. Anders herum lässt sich der Effekt aber genauso gut nutzen. Wird der Dampf gesammelt und zu unterschiedlichen Verbrauchern geführt, kann er dort kondensieren. Die dadurch freiwerdende Energie ist sehr groß. Übrig bleibt das Kondensat, welches wieder zum Dampferzeuger befördert wird und erneut genutzt werden kann.

Dampf - Anwendungsfälle:

  • Prozesswärme für unterschiedliche Vorwärmprozesse
  • Stromerzeugung
  • Kälteerzeugung
  • Heizungssystem unterstützen